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TU Berlin

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Salinity in Transformation (SIT)

  • Finanzierung: gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) e.V. aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA) im Rahmen des Programms „Deutsch-Arabische Hochschulpartnerschaften“
  • Laufzeit: 01.01.2016 bis 31.12.2017
  • Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Sven-Uwe Geißen
  • Bearbeitung: Dr.-Ing. Gesine Götz
  • Koordination: Norman Schweimanns
  • Kooperationen:

    • German Jordanian University, Jordanien
    • Princess Sumaya University for Technology, Jordanien
    • Water Research and Technologies Center, Tunesien

 

Hintergrund:

In vielen Ländern herrscht große Wasserknappheit, wobei die Grundwasserreserven bereits über die verfügbaren Ressourcen hinaus beansprucht werden. Laut WTO hat über 11% der Weltbevölkerung keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Die Meerwasserentsalzung gewinnt daher zunehmend an Bedeutung um eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen. Jedoch benötigen alle Entsalzungsverfahren große Mengen an Energie, die meist durch die Nutzung fossiler Brennstoffe bereitgestellt werden muss. In der MENA-Region ist die energieintensive Gewinnung von Trinkwasser und Betriebswasser mit fossilen Energieträgern wie Schweröl oder Erdgas seit Jahrzehnten üblich. In den ölreichen Golfstaaten stellt die Meerwasserentsalzung die Hauptquelle der Trinkwassergewinnung dar, wobei diese Anlagen häufig mit größeren kalorischen Kraftwerken zur Stromerzeugung kombiniert werden. Die dabei entstehenden stark mit Chemikalien belasteten Abwässer werden ins Meer eingeleitet und verursachen schwere Schäden an den küstennahen Gewässern. Die Forschung konzentriert sich daher auf umweltfreundliche und energieeffiziente Verfahren, welche Ressourcen- und Versorgungsstabilität im Land gewährleisten und insbesondere dem armen Großteil der Bevölkerung Zugang zu bezahlbarer Energie und Wasser ermöglichen sollen.

Projektziel:

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Lehrmoduls zum Thema „Entsalzung und erneuerbare Energien“, das in verschiedenen internationalen Masterprogrammen der Technischen Universität Berlin angeboten werden wird und ebenfalls in den Zielländern die Curricula thematisch naher Programme ergänzen kann. Dabei arbeitet die TU Berlin mit zwei jordanischen Universitäten und einem tunesischen Wasserforschungsinstitut zusammen. Im Rahmen des Projekts werden neben den technologischen Inhalten zur thematischen Integration von Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung mit den arabischen Partnern best practices in der Studiengangsentwicklung und der „good university governance“ nach den Standards der Bologna-Reform diskutiert und angewendet. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den Aspekten Partizipation von Studierenden in Entscheidungsprozessen, wissenschaftliche Nachwuchsförderung und Geschlechtergerechtigkeit.

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