direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

ATLANTIS - Kläranlagen als Ressource für Wasser, Energie und Nährstoffe in ariden Zonen am Beispiel Ägyptens

[1]
Lupe [2]
  • Finanzierung: Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
  • Laufzeit: November 2019 – Oktober 2021
  • Projektträger: VDI/VDE im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien
  • Bearbeitung: Dr. Johannes Wellmann
  • Kooperationspartner: p2mberlin GmbH,  Kleine Solutions GmbH, German Water Partnership e.V.,  Holding Company for Water and Wastewater, Egypt

 

 

 

 

 

FLYER [3]

Projektziel:

Ziel des Projekts ist die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Umrüstung zweier bestehender Anlagen in Ägypten oder für einen Anlagenneubau zu einer Ressource für Wasser, Energie und Nährstoffe. Die Auswahl erfolgt anhand eines zu erarbeitenden Anforderungskatalogs an die Kläranlagen.


Hintergrund:

Ägypten ist das bevölkerungsreichste Land in der Middle-East North Afrika (MENA) Region und vor allem im Niltal extrem dicht besiedelt. Durch den Bevölkerungszuwachs in Kombination mit steigendem Wasserverbrauch pro Kopf erhöht sich gleichzeitig der Energiebedarf für die Wasserver- und Entsorgung. Das Ziel des Projekts ist die Erstellung einer exemplarischen Machbarkeitsstudie die Umrüstung von bestehenden Kläranlagen zu Ressourcen für Wasser, Energie und Nährstoffe oder einem bestimmten Anlagendesign bei einem Neubau. Dazu werden die Konzepte detailliert und praxisorientiert untersucht, erforderliche Maßnahmen abgeleitet und die lokalen Stakeholder von dem Konzept überzeugt sowie für einen nachhaltigen Betrieb geschult.

 

Die Machbarkeitsstudie soll für zwei ausgewählte Kläranlage in Ägypten erstellt werden, die anhand eines zu erarbeiteten Anforderungskatalogs exemplarisch für vergleichbare Anlagen ausgewählt werden. Dies ist wichtig, um die untere Wirtschaftlichkeitsgrenze definieren zu können, da die spezifischen Kosten mit kleiner werden Anlagen steigen und das Betriebspersonal weniger qualifiziert ist. Dabei soll ein Großteil des benötigten Energiebedarfs durch Biogaserzeugung gedeckt werden, dass durch die Vergärung des anfallenden Klärschlamms und verschiedenen regionalen Co-Substraten erzeugt wird. Parallel wird der Energiebedarf der Kläranlage zur Sauerstoffversorgung sowie das notwendige Belebungsbeckenvolumen durch die Abtrennung und Nutzung des Kohlenstoffs zur Vergärung deutlich gesenkt, wodurch weitere Kosteneinsparungen möglich werden.

 

Zusätzlich dazu sollen mögliche Freiflächen auf den Anlagen identifiziert werden, die für eine Stromerzeugung aus Solarzellen (Photovoltaik) oder Windkraftanlagen genutzt werden können. Dadurch werden Kläranlagen zu Netto -Stromerzeugern und entlasten gleichzeitig die maroden Versorgungsnetze. Neben der energetischen Nutzung des Abwasser-Kohlenstoffs sollen die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor mit dem gereinigten Wasser zur Bewässerung genutzt werden. Dies wird in vielen ariden Regionen und insbesondere in Ägypten bereits ungeregelt praktiziert und soll durch den Einsatz von MSR-Technik automatisiert und kontrolliert erfolgen.

 

English version 

aim of the project:

The aim of the project is to prepare a feasibility study for the conversion of two existing plants in Egypt or for a new plant to a resource for water, energy and nutrients. The selection will be made on the basis of a catalogue of requirements to be drawn up for the wastewater treatment plants.

 

background: 

Egypt is the most densely populated country in the Middle East North Africa (MENA) region and especially in the Nile Valley extremely densely populated. Due to the population growth in combination with increasing per capita water consumption, the energy demand for water supply and disposal is increasing at the same time. The aim of the project is the preparation of an exemplary feasibility study for the conversion of existing wastewater treatment plants into resources for water, energy and nutrients or a specific plant design for a new building. For this purpose, the concepts are examined in detail and practice-oriented, necessary measures are derived and the local stakeholders are convinced of the concept and trained for sustainable operation.

 

The feasibility study is to be carried out for two selected sewage treatment plants in Egypt, which will be selected as examples for comparable plants on the basis of a catalogue of requirements to be drawn up. This is important in order to be able to define the lower economic efficiency limit, since the specific costs increase with smaller plants and the operating personnel is less qualified. A large part of the required energy demand is to be covered by biogas production, which is generated by fermentation of the resulting sewage sludge and various regional co-substrates. At the same time, the energy requirement of the sewage treatment plant for oxygen supply and the necessary aeration tank volume will be significantly reduced by the separation and use of carbon for fermentation, which will enable further cost savings.

 

In addition, possible open spaces on the plants are to be identified, which can be used to generate electricity from solar cells (photovoltaics) or wind power plants. This will turn sewage treatment plants into net electricity generators and at the same time relieve the ailing supply networks. In addition to the energetic use of the waste water carbon, the nutrients nitrogen and phosphorus are to be used with the purified water for irrigation. In many arid regions and especially in Egypt, this is already practised in an unregulated manner and is to be automated and controlled by the use of MSR technology.

------ Links: ------

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Copyright TU Berlin 2008