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TU Berlin

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Desalination in Preparation (DIP)

  • Finanzierung: gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) e.V. aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA) im Rahmen des Programms „Deutsch-Arabische Kurzmaßnahmen“
  • Laufzeit: 25.09.2015 bis 31.12.2015
  • Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Sven-Uwe Geißen
  • Bearbeitung: Dr.-Ing. Gesine Götz, Dr.-Ing. Johannes Wellmann (TU Campus El Gouna)
  • Kooperationen:
    • Technische Universität Campus El Gouna, Ägypten
    • National Research Centre, Ägypten
    • German Jordanian University, Jordanien
    • Princess Sumaya University for Technology, Jordanien
    • Water Research and Technologies Center, Tunesien

 

Hintergrund:

In vielen Ländern herrscht große Wasserknappheit, wobei die Grundwasserreserven bereits über die verfügbaren Ressourcen hinaus beansprucht werden. Laut WTO hat über 11% der Weltbevölkerung keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Die Meerwasserentsalzung gewinnt daher zunehmend an Bedeutung um eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen. Jedoch benötigen alle Entsalzungsverfahren große Mengen an Energie, die meist durch die Nutzung fossiler Brennstoffe bereitgestellt werden muss. In der MENA-Region ist die energieintensive Gewinnung von Trinkwasser und Betriebswasser mit fossilen Energieträgern wie Schweröl oder Erdgas seit Jahrzehnten üblich. In den ölreichen Golfstaaten stellt die Meerwasserentsalzung die Hauptquelle der Trinkwassergewinnung dar, wobei diese Anlagen häufig mit größeren kalorischen Kraftwerken zur Stromerzeugung kombiniert werden. Die dabei entstehenden stark mit Chemikalien belasteten Abwässer werden ins Meer eingeleitet und verursachen schwere Schäden an den küstennahen Gewässern. Die Forschung konzentriert sich daher auf umweltfreundliche und energieeffiziente Verfahren, welche Ressourcen- und Versorgungsstabilität im Land gewährleisten und insbesondere dem armen Großteil der Bevölkerung Zugang zu bezahlbarer Energie und Wasser ermöglichen sollen.

Projektziel:

Ziel des Projekts war die Durchführung eines vorbereitenden Workshops am TU Campus El Gouna in Ägypten für die spätere Entwicklung eines neuen Lehrmoduls zum Thema „Entsalzung und erneuerbare Energien“, das in verschiedenen internationalen Masterprogrammen der Technischen Universität Berlin angeboten werden wird und ebenfalls in den Zielländern die Curricula thematisch naher Programme ergänzen kann. Dabei arbeitete die TU Berlin mit zwei jordanischen Universitäten sowie einem tunesischen und einem ägyptischen Wasserforschungsinstitut zusammen. Dem übergeordnet wurden den arabischen Partnern Kompetenzen in der Studiengangsentwicklung nach den Standards der Bologna-Reform inklusive Regeln der good university governance beispielsweise zur Partizipation der Studierenden vermittelt.

 

Ergebnisse:

Vom 21. bis 26. November 2015 fand am TU Campus El Gouna, Ägypten ein Workshop zum Stand der Forschung und Technik im Bereich energieeffiziente Entsalzung statt. Die in einer Vortragsreihe zusammengetragenen Forschungsergebnisse und Praxisanforderungen aus Ägypten, Jordanien, Tunesien und Deutschland zeigen, dass funktionierende Anlagen als Kombination aus Entsalzung und erneuerbaren Energien bereits im kleinen Maßstab betrieben werden. Dennoch besteht ein hoher Forschungsbedarf, um innovative Technologien wie Membran- und Niedertemperatur-Destillation für eine ökonomische Trinkwasserproduktion weiterentwickeln zu können. Außerdem werden dynamische Entsalzungsmethoden oder Energiespeicher benötigt, um wetterbedingte Energieschwankungen auszugleichen, die bei erneuerbaren Energien unvermeidbar sind. Die Beiträge zum aktuellen Stand der Technik bilden die Basis für die weitere Modulentwicklung mit dem Ziel die Studierenden an die Spitze der Forschung bei der energieeffizienten Entsalzung zu bringen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DAAD-Workshops vor dem TU Berlin Campus El Gouna
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